Wilhelmsstift Tübingen

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Das Wilhelmsstift Tübingen wurde 1817 als Priesterseminar bzw. Hochschulkonvikt zur Begleitung des Studiums der Katholischen Theologie gegründet. In diesem Gebäude befand sich seit 1272 ein Franziskanerkloster, seit 1559 das Collegium Illustre zur Ausbildung von Studenten adeliger Herkunft. Aus säkularisierten Klosterbibliotheken erhielt das Wilhelmsstift zahlreiche Bände als Leihgabe. Sie stehen teilweise bis heute unter der Signaturgruppe "K.H." (für "Königliche Handbibliothek"). Die wertvolleren oder in geringerem Maße für die theologische Ausbildung benötigten Bände wurden in zwei Aussonderungsaktionen an die Württembergische Landesbibliothek zurückgegeben. 1885 wurde der erste Schub aus Platzmangel von Tübingen nach Stuttgart transferiert. Nach der stärkeren Trennung von Staat und Kirche aufgrund der Abdankung des württembergischen Königs wurden im Jahr 1935 viele weitere Bände an die WLB zurückgegeben. Ein Teil gelangte auch in die UB Tübingen und davon wiederum ein Teil in die WLB Stuttgart. Im Wilhelmsstift wurden die aus Stuttgart übernommenen Bände in das eigene Signatursystem (V- bzw. W-Signaturen) eingearbeitet.


Provenienzmerkmale

GND-Normdaten

Literatur

  • Handschuh, Gerhard-Peter: Zur Geschichte der Bibliothek des Wilhelmsstifts in Tübingen. – In: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 27 (1968). – S. 152–162

Siehe auch

Ermittelte Exemplare

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