Stadtbibliothek Nürnberg. Sammlung der Israelitischen Kultusgemeinde

Aus ProvenienzWiki
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Die Sammlung IKG befindet sich heute als Dauerleihgabe der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg im Bestand der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg.

Die etwa 9 000 Schriften der Sammlung wurden unter dem NS-Regime 1933 bis 1945 ihren Eigentümern geraubt und stellen ein Rest der nach 1945 sichergestellten Redaktionsbibliothek der antisemitischen Wochenzeitung „Der Stürmer“ und der Privatbibliothek des Herausgebers und Gauleiters Julius Streicher dar.

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Judaica. [1]

Ermittelte Exemplare

Von 1997 bis 2005 erfasste die Stadtbibliothek alle Hinweise auf Vorbesitzer, die in ca. einem Drittel der Bände der Sammlung IKG auftauchen, und verknüpfte Bilder der Provenienzmerkmale im Online-Katalog der Stadtbibliothek Nürnberg.

Um Schriften der Sammlung als NS-Raubgut identifizieren und an die Vorbesitzer bzw. deren Rechtsnachfolger restituieren zu können, veröffentlicht die Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg eine Suchliste mit Informationen zu potentiellen Vorbesitzern. Bisher konnten 700 Schriften an Personen und Körperschaften restituiert werden.

Weblinks

GND-Normdaten

Einzelnachweise

  1. Für detailliertere Informationen siehe die Website der Sammlung der Israelitischen Kultusgemeinde