Martin Philippson

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Provenienz: Philippson, Martin
Beschriftung: Prof. Dr. Martin Philippson.
Maße: 5x45mm
Zeitraum: ca. 1904-1916
Werksatz GND: 730366790
Standort: Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz Bibliographische Daten, PPN = 143786229

Martin Emanuel Philippson (* 27. Juni 1846 in Magdeburg; † 2. August 1916 in Berlin) war ein deutscher Historiker.

Leben

Philippson studierte nach der Reifeprüfung in seiner Heimatstadt an den Universitäten Bonn und Berlin Geschichte. Anschließend ging er als Privatdozent zurück nach Bonn und konnte sich dort bereits 1871 mit 25 Jahren habilitieren. Vier Jahre später ernannte man ihn zum außerordentlichen Professor. Als Jude wurde ihm in Deutschland eine Berufung auf ein deutsches Ordinariat verwehrt, so dass er 1878 einen Ruf an die Universität Brüssel annahm. Dort lehrte er als ordentlicher Professor für Geschichte. Konservative Kollegen an der Universität machten aus ihrer antideutschen Haltung kein Hehl und begannen schon bald ihn zu mobben. Dieses veranlasste Philippson 1890, alle seine Ämter aufzugeben und nach Deutschland zurückzukehren. Philippson ließ sich in Berlin nieder und war fortan als freier wissenschaftlicher Schriftsteller tätig. In Berlin half Philippson auch mit, die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums zu gründen. Später betraute ihn der Deutsch-Israelitische Gemeindebund mit der Vereinsleitung, er war Vorstandsmitglied im Verband der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur, und auch der Verband deutscher Juden wählte Philippson in seinen Vorstand.

Philippson war verheiratet mit Ida Ephraim (1855–1940). Sein Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee.

Ermittelte Exemplare

Weblinks

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