Martin Hammerschmidt

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Martin Hammerschmidt (* 2. Februar 1895 in Adelnau, heute Polen; † 4. August 1943 in Auschwitz) war ein jüdischer Zahnarzt, wohnhaft in Berlin.

Leben

Hammerschmidt wurde am 2. Februar 1895 in Adelnau (im heutigen Polen) geboren. Er studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität von 1929 bis 1933 Zahnmedizin. Er heiratete die sechs Jahre jüngerer Stefanie Hauptmann. Aus der Ehe ging die Tochter Renate (geb. am 22. November 1928). Seit März 1942 wohnten sie in Berlin in der Augsburger Straße 47. Da die Emigration nach England für die Hammerschmidts missglückte, verließen sie ihre Wohnung gegen Anfang Dezember 1942 und versuchten sich zu verstecken. Da keine Miete mehr an den Vermieter ging, wurde die Familie Hammerschmidt als flüchtig erklärt und die Gestapo veranlasste ein Vermögenseinziehungsverfahren, daraufhin wurde am 28. Mai 1943 das Vermögen der Hammerschmidts vom Staat eingezogen. Die Einrichtung der Wohnung wurde verkauft und der Vermieter erhielt seine Miete für drei Monate. Ende Juli 1943 wurden die Hammerschmidts verhaftet. In der Großen Hamburger Straße, einem Sammellager für die Deportationen, mussten sie ihre Vermögenserklärung ausfüllen und wurden am 4. August 1943 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Alle drei gelten seit diesem Tag als verschollen.

Ermittelte Exemplare

Weblinks

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