Lion Feuchtwanger

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Provenienz: Hs. Widmung von Myer Jack Landa an Lion Feuchtwanger
Beschriftung: To Dr. Lion Feuchtwanger a token of esteem from the author M. J. Landa Oct. 1927
Maße: 64x77mm
Zeitraum: 10.1927
Standort: Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Bibliographische Daten, PPN = 418021589

Lion Feuchtwanger vollst.: Lion Jacob Arje Feuchtwanger (* 7. Juli 1884 in München; † 21. Dezember 1958 in Los Angeles) war ein deutscher Schriftsteller und einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Leben

Im November 1932 brach er zu Vorträgen nach London und in die USA auf. Ende Januar 1933 nach der nationalsozialistische Machtergreifung gab es keine Möglichkeit auf eine Rückkehr nach Deutschland, da Feuchtwanger den Nationalsozialisten als einer ihrer intellektuellen Hauptgegner galt. Ab 1933 wurden seine Bücher Opfer der Bücherverbrennung. Sein Name tauchte als einer der ersten in den Ausbürgerungslisten Hitlerdeutschlands auf. Sein Haus in Berlin (Mahlerstr.; heute Regerstr. 8, Berlin-Grunewald; Gedenkstein) wurde von den Nazis geplündert. Zahlreiche Manuskripte gingen dabei verloren.
Lion Feuchtwanger hierzu aus einem Brief "An den Bewohner meines Hauses Mahlerstrasse 8 in Berlin":

Was fangen Sie wohl mit den beiden Räumen an, die meine Bibliothek enthielten? Bücher, habe ich mir sagen lassen, sind nicht sehr beliebt in dem Reich, in dem Sie leben, Herr X, und wer sich damit befasst, gerät leicht in Unannehmlichkeiten... Manchmal denke ich darüber nach, wofür man wohl im Dritten Reich die Büchergestelle verwenden könnte. Seien Sie vorsichtig, falls Sie sie herausreissen lassen, dass die Mauer darunter nicht leidet. [1]

Provenienzmerkmal

Die Provenienzspur von Lion Feuchtwanger stammt aus einem Buch, das im Oktober 1927 von Myer Jack Landa gewidmet wurde.

Ermittelte Exemplare

Links

Quellen

  1. Lion Feuchtwanger, „Du sollst in Häusern wohnen, die du nicht gebaut hast“, Pariser Tageblatt 463, 20. März 1935; abgedruckt in Wer schweigt, wird schuldig! Offene Briefe von Martin Luther bis Ulrike Meinhof, herausgegeben und kommentiert von Rolf-Bernhard Essig und Reinhard M.G. Nickisch, Göttingen: Wallstein 2007, S. 153-56.

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