Königliches Joachimsthalsches Gymnasium

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Königliches Joachimsthalsches Gymnasium

Das Königliche Joachimsthalsches Gymnasium wurde 1607 in Joachimsthal (Barnim) gegründet, im 30jährigen Krieg zerstört, und 1636/1650 in Berlin neu eingerichtet, 1912 zog es nach Templin, 1953 wurde es auf Beschluss der örtlichen DDR-Kreisverwaltung aufgelöst. Die umfangreiche Bibliothek dieser Fürstenschule erhielt im Laufe der Zeit bedeutende Nachlässe u.a. aus der Bibliothek der Prinzessin Amalie von Preußen (1723-1787), aus der Bibliothek des Juristen und Historikers Johann Carl Conrad Oelrichs (1722-1798), aus der Musikalien- und Büchersammlung des preußischen Justizministers Friedrich Wilhelm von Thulemeier (1735-1811), aus dem Besitz des Berliner Publizisten und Bibliothekars Samuel Heinrich Spiker (1786-1858), aus der Bibliothek des Historikers und Juristen Rudolf Koepke (1813-1870)und anderer. Diese Sammlungen hatten zumeist eigene Besitzvermerke oder wurden mit eigenen Stempeln/Kennzeichen versehen. 1935 besaß die Bibliothek ca. 45.000 Druckschriften, ca. 48.000 Universitäts- und Schulschriften, zahlreichen Musikalien, Karten, Handschriften, Urkunden und 18 Inkunabeln und war damit die größte Schulbibliothek im deutschsprachigen Raum.