Königliche Bibliothek zu Erfurt

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Geschichte

Die Königliche Bibliothek zu Erfurt verwaltete seit 1816 die Bibliothek der damals aufgehobenen Universität Erfurt, darin auch die von seinem Sohn geschenkte Bibliothek des Johann Christian von Boineburg, die Reste der Bibliothek des Jesuitenkollegs sowie Buchbestände aus den Klöstern der Stadt.

Etwa 1907 begannen Verhandlungen über die Auflösung der Königlichen Bibliothek zu Erfurt. Die Stadt Erfurt war bereit, die Bibliothek als Grundstock einer städtischen Bibliothek zu übernehmen. Zuvor wurden jedoch Bestände zur Ergänzung der Bestände der Königlichen Bibliothek zu Berlin ausgewählt, wofür die Stadt Erfurt eine Beihilfe zur Verwaltung der 1908 begründeten "Stadtbücherei Erfurt" gewährt wurde.

1908 übernahm die Königliche Bibliothek zu Berlin aus der ehemaligen Königlichen Bibliothek in Erfurt 5.070 Drucke des 16. Jahrhunderts sowie 645 Inkunabeln und 203 Handschriften. In Erfurt verblieb die Bibliothekca Amploniana (die Handschriftensammlung des Amplonius Rating de Bercka, die als 1412 errichtete Stiftung nicht zur Disposition stand) und alle Erfurter Drucke und Werke mit Regionalbezug.

In der Königlichen Bibliothek zu Berlin wurde für den Erfurter Bestand im August 1909 ein eigenes Akzessionsjournal angelegt, in das 5.740 laufende Nummern eingetragen wurden. In den Exemplaren wurden diese Akzessionsnummern mit "Erf." + lfd. Nummer eingetragen.

Provenienzmerkmale

Ermittelte Exemplare

SB Berlin:

Literatur

  • Deutsche Staatsbibliothek. 1661-1961, Bd. 1: Geschichte und Gegenwart, Leipzig 1961.
  • Handbuch der historischen Buchbestände Online-Ausgabe
  • Paasch, Kathrin: Die Bibliothek des Johann Christian von Boineburg (1622-1672), Diss. HU Berlin 2003. edoc-Server der HU

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