Hermann von Friesen

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Hermann von Friesen (*1802; † 1882) war ein deutscher Literaturwissenschaftler und Übersetzer von Shakespeares‘ Werken. Er zog 1859 nach Dresden und wurde 1860 zum sächsischen Hofmarschall berufen. Er gehörte dem Adelsgeschlecht der von Friesen an.

Bibliothek

Die Privatbibliothek von Hermann von Friesen erbte nach dessen Tod der Sohn Friedrich Otto Heinrich (1831–1910), der die Sammlung seines Vaters vermutlich in die „Freiherrlich von Friesen’sche Schlossbibliothek zu Rötha“ eingliederte, die sich im Familienbesitz befand.[1]

Provenienzmerkmal

Ermittelte Exemplare

Bücher aus der Schlossbibliothek zu Rötha – darunter vermutlich auch Bände aus der Sammlung von Hermann von Friesen – gingen im Zusammenhang mit der Enteignung durch die Bodenreform in den Bestand der Vorgängerinstitution der SLUB Dresden über und wurden im Jahr 2014 an Heinrich Freiherr von Friesen restituiert.[2]

Weitere Bände aus der Sammlung von Hermann von Friesen befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin.

GND-Normdaten

Einzelnachweise

  1. Vgl. Jana Kocourek, Sächsische Adelsbibliotheken in der SLUB. Die „Freiherrlich von Friesen’sche Schlossbibliothek zu Rötha“, in: BIS - Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 10.1 (2017), S. 17-18, hier S. 17. Online-Version
  2. Vgl. Kocourek, Sächsische Adelsbibliotheken, S. 17f.