HAAB:Provenienz-Images

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Inhaltsverzeichnis

Anna Amalia, Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogin (1739-1807)

siehe unter Sachsen-Weimar-Eisenach

Arbeitersängerchor Eisenach, Abt. Jugendchor

Arnim, Achim von (1781-1831) und Familie

Die Bibliothek Achim von Arnims und seiner Familie umfasst ca. 4.800 Bände und befindet sich in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar.

Arnold Werckmeister Stiftung

Bartels, Adolf (1862-1945)

Der mehrere tausend Bücher umfassende Nachlass des völkisch-nationalen Autors Adolf Bartels wurde beim Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek im Jahr 2004 weitgehend zerstört.

Bauer, Martin (1793-1867)

siehe unter Buchbinder in Thüringen

Bibliothèque de Rosny

Die Bibliothek gehörte der Marie Caroline Herzogin von Berry (1798-1870) (Wikipedia) und befand sich in ihrer Residenz im Chateau de Rosny nahe Paris. Die Bibliothek musste ab 1837 verkauft werden, um die Schulden der seit 1820 verwitweten Herzogin zu tilgen. In der Herzogin Anna Amalia Bibliothek konnte bisher einer der Bände, der sich mutmaßlich in dieser Bibliothek befand, anhand des eingeklebten Exlibris nachgewiesen werden.

Binder, Caspar (1691-1756)

Der umfangreiche Bestand von Katechismen seit dem 16. Jahrhundert in der HAAB ist hervorgegangen aus der Sammlung des Theologen Caspar Binder.

Buchbinder in Thüringen

Bauer, Martin (1793-1867)

Martin Bauer war als Hausbuchbinder für Johann Wolfgang von Goethe tätig.

Hesse, Otto

Für Otto Hesses Buchbinderwerkstatt sind zwei Adressen in Weimar nachgewiesen: die Erfurter Straße 19 und die Rohlfsstraße 12.

Lüttich, Max

Max Lüttich übernahm 1876 die Leitung der von seinem Vater August Lüttich 1835 gegründeten Weimarer Buchbinderwerkstatt, 11 Jahre später wurde er zum Hofbuchbinder ernannt.

Molzahn, Ludwig (1859-1931)

Ludwig Molzahn war Buchbindermeister in Duisburg und Weimar. Die Buchbinderei befand sich in der Weimarer Teichgasse 12a.

Oßwald, Adolf

Die Werkstatt des Weimarer Buchbindermeister Adolf Oßwald befand sich in der Schloßgasse 21.

Scheibe, Fritz

In Saalborn, heute ein Ortsteil von Blankenhein, arbeitete Fritz Scheibe als Buchbinder.

Deutsche Shakespeare-Gesellschaft, Bibliothek

Erdmann, Eduard (1896-1958)

Einige Bücher mit dem Exlibris des deutsch-baltischen Pianisten und Komponisten Eduard Erdmann (Wikipedia) finden sich im Bestand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Ernst August, Sachsen-Weimar, Herzog (1688-1748)

siehe unter Sachsen-Weimar-Eisenach

Ernst August II., Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzog (1737-1758)

siehe unter Sachsen-Weimar-Eisenach

Falk, Johann Daniel (1768-1826)

Fleischer, Fritz (1861-1938)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Fleischer-Alt, Jenny (1863-1942)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Freytag-Loringhoven, Hugo von (1855-1924)

Die Witwe von Hugo Freiherr von Freytag-Loringhoven (Wikipedia), Freifrau Margarethe Emma Luise von Freytag-Loringhoven, geb. von Zedlitz (1859-1943), gab 1933 und zwischen 1939 bis 1942 Bücher ihres verstorbenen Mannes in die damalige Thüringische Landesbibliothek Weimar. Er war der ältere Bruder von Mathilde und Maria von Freytag-Loringhoven, deren Bibliothek sich ebenfalls in der heutigen Herzogin Anna Amalia Bibliothek befindet.

Freytag-Loringhoven, Mathilde von (1860-1941) und Maria von (1863-1946)

Die Schwestern Mathilde und Maria von Freytag Loringhoven überließen ihre gemeinsame Büchersammlung der Thüringischen Landesbibliothek zur freien Verfügung. Mathilde von Freytag Loringhoven (Wikipedia, Literaturland Thüringen) wirkte als Malerin, Schriftstellerin, Kunstkritikerin und Tierpädagogin.
Folgende Bände aus dem Besitz der Schwestern von Freytag-Loringhoven sind bislang nachgewiesen: Suche im OPAC der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar

Fröhner, Wilhelm (1834-1925)

Der Archäologe Wilhelm Fröhner (Wikipedia) vermachte der Thüringischen Landesbibliothek in Weimar aus Verehrung für Goethe seine kostbare Büchersammlung.

Göchhausen, Louise Ernestine Christiane Juliane von (1752-1807)

Louise von Göchhausen (Wikipedia) war seit 1775 Gesellschafterin der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach und seit 1783 erste Hofdame. Berühmtheit in der Literaturgeschichte erlangte sie vor allem durch ihre im Jahre 1887 von Erich Schmidt aufgefundene Abschrift des "Urfaust", die das früheste erhaltene zusammenhängende Manuskript der Faust-Dichtung Goethes darstellt.

Goethe, August von (1789-1830)

Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832)

Goethes Privatbibliothek ist in Weimar aufgestellt.

Goethe, Ottilie von (1796-1872)

Goethes Schwiegertochter Ottilie (geb. von Pogwisch, Wikipedia) war eine faszinierende Intellektuelle ihrer Zeit, wichtige Gesprächspartnerin von Goethe und Begründerin des Journals "Chaos", in dem die teils internationalen Beiträgerinnen und Beiträger unter Pseudonym Texte in allen Sprachen veröffentlichen konnten.

Goethe, Wolfgang Maximilian von (1820-1883)

Goethe-Gesellschaft in Weimar

Goldschmidt, Arthur (1883-1951)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Gosztonyi, Lajos (1909-1945)

Der ungarische Journalist Lajos Gosztonyi (Wikipedia, ungar.) war Mitglied der damals illegal tätigen Kommunistischen Partei seines Heimatlandes.

Gottsched, Johann Christoph (1700-1766)

Aus der 1767 versteigerten Bibliothek des Schriftstellers und Philologen Johann Christoph Gottsched (Wikipedia) gelangten um die 500 deutsche Dramen aus der Zeit von 1450 bis 1750 in den Besitz der Herzogin Anna Amalia.

Großherzoglich Sächsische Militärbibliothek, Weimar

siehe unter Sachsen-Weimar-Eisenach

Günderrode, Carl Justinian von (1712-1785)

Das Autogramm des Hofbeamten im Dienst des Grafen Solms-Laubach findet sich in dem Band "Des Adels Uhrsprung, Anfang und Herkommen" von 1681, der später in die Familienbibliothek von Achim und Bettina von Arnim einging (OPAC-Link).

Haar, Georg (1887-1945)

Die wertvolle Büchersammlung von Dr. Georg Haar gelangte 1945 in die Thüringische Landesbibliothek.

Hein, Otto (1886-1968)

Im Bestand der HAAB befinden sich auch Bücher des Goethe-Sammlers Otto Hein.

Heise, Carl Georg (1890-1979)

Das Exlibris von Carl Georg Heise wurde von Walther Klemm (1883-1857), der am Bauhaus Weimar tätig war, gestaltet.

Hesse, Otto

siehe unter Buchbinder in Thüringen

Hummel, Johann Nepomuk (1778-1837)

Eine Sammlung zu Johann Nepomuk Hummel befindet sich in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar.

Jellinek-Mercedes, Raoul Fernand (1888-1939)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Karl Alexander, Sachsen-Weimar-Eisenach, Großherzog (1818-1901)

siehe unter Sachsen-Weimar-Eisenach

Karl August, Sachsen-Weimar-Eisenach, Großherzog (1757-1828)

siehe unter Sachsen-Weimar-Eisenach

Karl Friedrich, Sachsen-Weimar-Eisenach, Großherzog (1783-1853)

siehe unter Sachsen-Weimar-Eisenach

Klassik Stiftung Weimar und ihre Häuser

Die Klassik Stiftung Weimar zählt mit ihren zahlreichen Museen, Schlössern, historischen Häusern und Parks sowie der Herzogin Anna Amalia Bibliothek und dem Goethe- und Schiller-Archiv zu den größten und bedeutendsten Kultureinrichtungen Deutschlands. (Wikipedia)

Herzogin Anna Amalia Bibliothek, mit ihren Vorgängereinrichtungen seit 1691

In den Büchern der seit ihrer Gründung mehrfach umbenannten Bibliothek verweisen Provenienzmerkmale auf die lange Geschichte des Hauses.

Goethe- und Schiller-Archiv

Das älteste Literaturarchiv in Deutschland ist ein zentrales Archiv vor allem für die deutschsprachige Literatur und Kultur des 18., 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Goethe-Nationalmuseum

Das Goethe-Nationalmuseum ist das bedeutendste Museum zur Präsentation und Erforschung von Leben und Werk Johann Wolfgang von Goethes.

Köhler, Reinhold (1830-1892)

Der Literaturhistoriker, Sagen- und Märchenforscher Reinhold Köhler (Wikipedia) hinterließ eine umfangreiche Bibliothek.

Kraus, H. P. (1907-1988)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Kuhles, Franz

Der Dresdner Maler Max Vogel (Wikipedia) schuf das Exlibris für den Buchhändler Franz Kuhles.

Kulturgutentziehungen 1933-1945

Seit 2005 werden alle Erwerbungen der Jahre 1933-1945 systematisch auf Herkunft und Erwerbungsart überprüft. Alle Fälle, bei denen sich ein Verdacht auf NS-Raubgut ergibt, werden im Online-Katalog NS-Raubgut der HAAB dokumentiert, ebenso sind alle Titel- und Provenienzangaben im allgemeinen Online-Katalog nachgewiesen.

Fleischer-Alt, Jenny (1863-1942) und Fleischer, Fritz (1861-1938)

Nach dem Tod ihres Mannes war die Opernsängerin Jenny Fleischer-Alt der Verfolgung durch das NS-Regime schutzlos ausgeliefert.

Goldschmidt, Arthur (1883-1951)

Die von Arthur Goldschmidt aufgebaute Almanachsammlung wird heute in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek aufbewahrt.

Jelinek-Mercedes, Raoul Fernand (1888-1939)

Der Schriftsteller und Journalist Raoul Fernand Jellinek-Mercedes besaß unter anderem eine bedeutende Kollektion an Musikalien, eine Gemäldesammlung sowie eine wertvolle Bibliothek. Das Werk "Katalog der Bücher eines deutschen Bibliophilen mit litterarischen und bibliographischen Anmerkungen" von E. Grisebach (OPAC-Link) aus seiner Büchersammlung wurde 1943 von der Thüringischen Landesbibliothek erworben.

Kraus, H. P. (1907-1988)

Hans Peter Kraus (Wikipedia) hatte 1932 in Wien eine Buchhandlung eröffnet und handelte mit antiquarischen Büchern. Nach dem "Anschluss" Österreichs 1938 wurde er in die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald verschleppt. Nach seiner Freilassung emigrierte er in die USA und war erneut als Antiquar tätig.
Sein früherer Mitarbeiter Alfred Wolf (*1906) übernahm die Wiener Bestände und kennzeichnete sie mit der Buchungsnummer 39/100 (Nummer 100 für das Geschäftsjahr 1939). Bislang konnte drei Bände [1], die die Thüringische Landesbibliothek 1940 erworben hatte, nachgewiesen werden. Sie wurden 2015 an die Rechtsnachfolger restituiert, die Erben schenkten alle drei Bücher der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Einzelnachweise

Literatur

Scheyer, Leopold (1867-1943)

Leopold Scheyer lebte mit seiner Familie in Berlin, er war Inhaber einer Apotheke. Bis zur Emigration Anfang 1939 verlor die Familie fast alles Eigentum durch Verschleuderung, Beschlagnahmung und diskriminierende Steuern und Abgaben. Ein 1943 von der Thüringischen Landesbibliothek erworbenes Buch (OPAC-Link) konnte 2014 an die Rechtsnachfolger restituiert werden, ein weiterer Band (OPAC-Link) 2020.

Scholem, Reinhold (1891-1985)

Der Druckereibetreiber und Herausgeber bibliophiler Ausgaben Reinhold Scholem stammte aus einer angesehenen jüdischen Berliner Familie. Vor seiner Emigration im Jahre 1938 mußte Scholem u.a. seine Büchersammlung mit teils wertvollen Einzeldrucken verkaufen. Folgende Bände aus Reinhold Scholems Besitz sind bislang in der HAAB nachgewiesen: Suche im OPAC der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar.

Türck, Hermann (1856-1933) und Türck, Susanne (1905-1976)

Der am 30. April 1933 in Weimar verstorbene Privatgelehrte Dr. phil. Hermann Türck hinterließ seiner Tochter, der Studienreferendarin Dr. phil. Susanne Türck, seine Bibliothek. Frau Dr. Susanne Türck sah sich aufgrund ihrer jüdischen Herkunft 1933 zur Emigration nach England gezwungen. Die Thüringische Landesbibliothek und die Weimarer Goethe-Gesellschaft erwarben Bücher aus dem Nachlaß von Dr. Hermann und Dr. Susanne Türck, folgende Bände aus ihrem Besitz sind bislang nachgewiesen: Suche im OPAC der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar.
2020 wurden 189 Titel an die Rechtsnachfolgerin restituiert und konnten danach für die HAAB angekauft werden.

Velden, Adolf von den (1853-1932)

Über 450 Bände aus der Büchersammlung des Chemikers und Malers Dr. Adolf von den Velden gelangten zwischen 1935 und 1939 in die Thüringische Landesbibliothek.

Weinberg, Carl von (1861-1943)

Der Frankfurter Chemiker Carl von Weinberg (Wikipedia) entstammte einer jüdischen Familie, die 1908 in Würdigung ihrer Verdienste um die deutsche chemische Industrie in den erblichen preußischen Adelsstand aufgenommen wurde. Die Brüder Carl und Arthur von Weinberg (Wikipedia) und ihre Ehefrauen betätigten sich in umfassender Weise als philanthropische Mäzene. Sie förderten wissenschaftliche Vereine, Forschungsinstitute, Museen, die 1914 eröffnete Frankfurter Universität, die Städtischen Bühnen und den Zoologischen Garten in Frankfurt a. M., sie gründeten ein Kinderheim und eine Schule.
Die Verfolgung durch das NS-Regime zwang Carl von Weinberg in die Emigration, er starb 1943 italienischen Exil. Sein Bruder Arthur von Weinberg starb im gleichen Jahr im KZ Theresienstadt.

Im September 1943 kaufte die Thüringische Landesbibliothek eine bibliophile Ausgabe von Friedrich Nietzsches "Also sprach Zarathustra" (OPAC-Link) aus der Privatbibliothek Carl von Weinbergs.

Kulturgutentziehungen 1945-1990

Die Thüringische Landesbibliothek Weimar und die Zentralbibliothek der deutschen Klassik (Vorgängereinrichtungen der Herzogin Anna Amalia Bibliothek) haben von unrechtmäßigen Kulturgutentziehungen 1945-1990 profitiert, z.B. im Zuge staatlicher Zuweisungen oder antiquarischer Ankäufe. Die Bibliothek zählt die Aufklärung der Kulturgutentziehungen zu ihren zentralen Aufgaben und dokumentiert seit 2019 Stand und Ergebnisse in systematischer Form im Online-Katalog Kulturgutentziehungen 1945-1990 in der HAAB. Alle Titel- und Provenienzangaben sind selbstverständlich auch im allgemeinen Online-Katalog nachgewiesen.

Reuss-Ebersdorf

Die Bibliothek der Familie Reuß zu Ebersdorf wurde im Zuge der Bodenreform enteignet. Hier finden Sie die im Online-Katalog nachgewiesenen Bände der Bibliothek: Suche im OPAC der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar.

Von Stein-Kochberg

Die Bibliothek der Familie von Stein-Kochberg auf Schloß Groß-Kochberg wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform enteignet.

Wintzingerode-Bodenstein

Die Bibliothek des Adelgeschlechts Wintzingerode kam im Zuge der Bodenreformenteignung nach Weimar.

Levi, Hermann (1839-1900) und Mary (1854-1919)

Lewin, Leo (1881-1965)

Der Kaufmann, Pferdezüchter und Trabrennsportler Leo Lewin (Wikipedia) besaß eine bedeutende Kunstsammlung. Die Verfolgung in der NS-Zeit zwang ihn und seine Familie zur Emigration nach England. Hier finden Sie die bislang identifizierten Bände im Bestand der HAAB: Suche im OPAC der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar. Es besteht ein Anfangsverdacht auf einen verfolgungsbedingten Entzug.

Lipmann, Ernst (1871-1962) und Elise (1881-1958)

Liszt, Franz (1811-1886)

Die Liszt-Sammlung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek (HAAB) entstand im ausgehenden 19. Jahrhundert nach dem Ableben des Komponisten Franz Liszt (1811-1886) und der Gründung des Liszt-Museums in Weimar im Jahre 1887. 1959 wurden die Liszt-Drucke in die heutige HAAB eingegliedert. Die Bibliothek beherbergt in ihrer Liszt-Sammlung fast alle Erstausgaben von Liszts Kompositionen, seltene Drucke, Werkausgaben, biografische Werke, Zeitschriften sowie Einspielungen seiner Tonschöpfungen. Sie wird stetig ergänzt durch den Erwerb von Neuausgaben und antiquarischen Desiderata der Musikwerke Liszts sowie neuerer Forschungsliteratur zu seinem Leben und Werk, einschließlich der Literatur zu Schülern und Freunden von Franz Liszt. Es sind heute ca. 4310 Publikationen in der Liszt-Sammlung der HAAB vorhanden.

Loen, Johann Michael von (1694-1776)

Der Großonkel von Goethe besaß eine Büchersammlung, von der einige Bände in der Privatbibliothek von Johann Wolfgang von Goethe erhalten sind. Weitere Bände befinden sich im Bestand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Logau, Balthasar Friedrich von (1645-1702)

1704 kam die ca. 6500 Bände umfassende Bibliothek von Balthasar Friedrich von Logau nach Weimar und bildet einen wichtigen Grundstock der heutigen Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Logau, Friedrich von (1605-1655)

Die Bücher aus der Bibliothek von Friedrich von Logau gingen nach seinem Tod 1655 in den Besitz seines Sohnes Balthasar Friedrich von Logau über.

Luckwald, Anni (Wirkungsdaten: 1896-1907)

Anni Luckwalds Autogramm und ein ihr gewidmeter Widmungseintrag findet sich in zwei Büchern, die 1937/1938 als Geschenke der Weimarer Volksbücherei in den Bestand der Thüringischen Landesbibliothek gelangten.

Lüttich, Max

siehe unter Buchbinder in Thüringen

Mangoldt, Helene von (1837-1918)

Bücher mit dem Exlibris von Helene von Mangoldt gelangten über die Bibliothek des Vereins Frauenbildung-Frauenstudium in die heutige Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Maria, Sachsen-Weimar, Großherzogin (1786-1859)

siehe unter Sachsen-Weimar-Eisenach

Markert, Edith (1927-2002)

Die Leipziger Buchhändlerin und Antiquarin Edith Markert besaß eine Sammlung von Frauenliteratur, die Werke aller Genres umfasste.
Nach dem Tod ihres Mannes Karl Markert (1888-1969) (Leipzig-Lexikon) führte sie das renommierte Unternehmen Karl Markert, Wissenschaftliche Buchhandlung und Antiquariat (Leipzig) weiter.

  • Eschmann, Michael: Die Leipziger Antiquarin Edith Markert. 2020
  • Knopf, Sabine: Markert, Edith, ein Porträt auf der Seite der Stadt Leipzig

Merton, Wilhelm (1848-1916)

Das Exlibris des bedeutenden Unternehmers, Sozialpolitikers und Philanthropen Wilhelm Merton (Wikipedia) wurde von dem Graphiker, Illustrator und Maler Marcus Behmer (Wikipedia) gestaltet.
Es besteht ein Anfangsverdacht auf einen verfolgungsbedingten Entzug.

Mickler, Carl Friedrich Wilhelm (1824-1888)

Der Nachlass des Darmstädter Komponisten und Kapellmeisters Carl Friedrich Wilhelm Mickler (1824-1888) befindet sich heute in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Milde, Natalie von (1850-1906)

Natalie von Milde, geb. Haller lebte von 1850 bis 1906. Sie wurde 1881 vom Opernsänger Hans Feodor von Milde (Wikipedia) und der in Weimar geborenen Sängerin Rosa Aghte (Wikipedia) adoptiert. Bereits kurz nach ihrer Geburt kam sie nach Weimar und lebte in deren Haushalt. Natalie von Milde war eine deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. (Wikipedia) 1902 eröffnete sie das "Lesezimmers für Frauen" in der Weimarer Ortsgruppe des Vereins Frauenbildung-Frauenstudium im mittleren der sog. Froriepschen Häuser in Weimar. Bücher mit ihrem Autogramm und dem Exlibris der von ihr gegründeten Natalie von Milde-Stiftung gab sie in die Bibliothek des Vereins und finden sich heute in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar.

Mitzschke, Paul (1853-1920)

Dr. Paul Mitzschke wurde 1853 in Naumburg geboren und lebte viele Jahre in Weimar, wo er 1920 auch starb. (Wikipedia) Der Historiker arbeitete als Archivrat im Thüringischen Geheimen Haupt- und Staatsarchiv Weimar. Einige seiner privaten Bücher gelangten 1914 in den Bestand der damaligen Großherzoglichen Bibliothek und lassen sich noch heute im Bestand der HAAB nachweisen. Typische Provenienzmerkmale sind verschiedene Namensstempel und sein Exlibris.

Molzahn, Ludwig (1859-1931)

siehe unter Buchbinder in Thüringen

Natalie von Milde-Stiftung

Die Stiftung wurde von Natalie von Milde gegründet. Sie erteilte Stipendien für die Dauer von drei Jahren in einer Höhe von jährlich 500 Mark an Studentinnen.

Nolde, Friedrich Wilhelm (1716-1786)

Den Nachlass des Gymnasialdirektors Nolde aus Weimar gab seine Witwe 1786 an den Herzog, der etwa 400 Bände an die fürstliche Bibliothek und den Rest an die Gymnasialbibliothek übergab. Die bereits nachgewiesenen Bände finden Sie über eine Suche im OPAC der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar.

Országos Könyvtári Központ, Budapest

Das Nationale Bibliothekszentrum Ungarns war in den 1940er und 1950er Jahren für die Verstaatlichung und Neuverteilung privater Bibliotheken zuständig. Der Stempel kennzeichnete Bestände mit dem Vermerk "Nem Adható El!" (nicht zu verkaufen!).

Oßwald, Adolf

siehe unter Buchbinder in Thüringen

Petersen, Julius (1878-1941)

Der Literaturwissenschaftler Julius Petersen (Wikipedia) war von 1926 bis 1938 Präsident der Weimarer Goethe-Gesellschaft. Ihr hinterließ er seine etwa 7.500 Bände umfassende Arbeitsbibliothek, die heute im Goethe-Schiller-Archiv aufgestellt ist.

Reuss-Ebersdorf

siehe unter Kulturgutentziehungen 1945-1990

Sachs, Carl (1858-1943)

Bislang konnte ein Band mit dem Exlibris des Breslauer Unternehmers Carl Sachs (Wikipedia) im Bestand nachgewiesen werden. Er gelangte 1945 mit der Büchersammlung von Dr. Georg Haar in die Thüringische Landesbibliothek. Es besteht ein Anfangsverdacht auf einen verfolgungsbedingten Entzug.

Sachsen-Weimar-Eisenach

Ernst August, Sachsen-Weimar, Herzog (1688-1748)

Herzog Ernst August (Wikipedia) war seit 1707 Mitregent und seit 1728 Alleinregent von Sachsen-Weimar und ab 1741 auch von Sachsen-Eisenach. Er hinterließ seine Büchersammlung der heutigen Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Ernst August II., Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzog (1737-1758)

Anna Amalia, Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogin (1739-1807)

Herzogin Anna Amalia, geb. Prinzessin von Braunschweig-Wolfenbüttel (Wikipedia), war seit 1756 mit Herzog Ernst August II. zu Sachsen-Weimar-Eisenach (1737-1758) verheiratet. Nach dem frühen Tod des Herzogs war sie bis 1775 als obervormundschaftliche Regentin eingesetzt, dann übernahm ihr älterer Sohn Karl August (1757-1828) die Regierungsgeschäfte. Ihre Bücher und Musikalien, insgesamt etwa 5.000 Bände, werden in der nach ihr benannten Herzogin Anna Amalia Bibliothek aufbewahrt.

Karl August, Sachsen-Weimar-Eisenach, Großherzog (1757-1828)

Karl August (Wikipedia) war der erstgeborene Sohn von Anna Amalia und Ernst August II. Konstantin. 1775 kam Goethe auf seine Einladung hin nach Weimar.

Karl Friedrich, Sachsen-Weimar-Eisenach, Großherzog (1783-1853)

Karl Alexander, Sachsen-Weimar-Eisenach, Großherzog (1818-1901)

Karl Alexander (Wikipedia), Sohn von Großherzog Karl Friedrich und der Zarentochter Maria Pawlowna, regierte ab 1853 das Großherzogtum.
Ein eigenes Verzeichnis führt die Karl Alexander dargebrachten Bücher mit handschriftlichen Widmungen auf. Über seine Handbibliothek gibt zudem ein Catalog Auskunft.
Die bislang ermittelten Exemplare der Sammlung sind über eine Suche im OPAC der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar recherchierbar.

Im Blog der Klassik Stiftung Weimar können Sie verschiedene Beiträge nachlesen:

Maria, Sachsen-Weimar, Großherzogin (1786-1859)

Sachsen-Weimar-Eisenach, Bibliothek der Sekundogenitur

Sachsen-Weimar-Eisenach, Hauptfideikommiss-Bibliothek

Großherzoglich Sächsische Militärbibliothek, Weimar

Scheibe, Fritz

siehe unter Buchbinder in Thüringen

Scheyer, Leopold (1867-1943)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Schöber, David Gottfried (1696-1778)

David Gottfried Schöber war Kaufmann und Bürgermeister in Gera. Sein Nachlass wurde am 12. April 1779 in Gera versteigert. Einige Bücher konnten von der Herzoglichen Bibliothek ersteigert werden, darunter auch das sog. Septembertestament sowie Dezembertestament.

Scholem, Reinhold (1891-1985)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Schopenhauer, Adele (1797-1849)

Die in Bonn aufbewahrten Kunstwerke und Bücher aus dem Besitz Adele Schopenhauers (Wikipedia), der Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer, wurden 1852 durch Sibylle Mertens-Schaaffhausen an die Großherzoglichen Kunstsammlungen in Weimar übergeben.

Mehr Informationen finden Sie hier:

Seidler, Louise Caroline Sophie (1786-1866)

Sobolevskij, Sergej A. (1803-1870)

Seine Privatbibliothek umfasste ca. 25.000 Bände. Nach seinem Tod 1870 wurde die Büchersammlung verkauft bzw. versteigert. Bereits zu Lebzeiten gelangten auch Bücher in die heutige Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Stadtbücherei Weimar und ihre Vorgängereinrichtungen

Stadtkirchgemeinde Weimar

Nach 1892 übernahm die Großherzogliche Bibliothek zu Weimar 38 Bände aus der Bibliothek der Stadtkirchgemeinde. Es handelt sich um theologische Literatur vorwiegend des 16. Jahrhunderts, Werke zur Kirchengeschichte, Psalter, Lutherschriften, auch Noten.

Steinthal, Erich (1890-1963)

Der Verleger Erich Steinthal war Mitglied in mehreren bibliophilen Vereinigungen. 1944 musste er nach Schweden emigrieren.
Bislang konnten zwei Bände aus seiner Büchersammlung im Bestand der HAAB identifiziert werden: Aubrey Beardsley und Alceste. Es besteht ein Anfangsverdacht auf verfolgungsbedingten Entzug.

Stiftung Dr. Georg Haar

Die 1947 errichtete Stiftung geht auf die Verfügungen des Weimarer Juristen und Kaufmann Dr. Georg Haar (1887-1945) und seiner Frau Felicitas (1890-1945) zurück.

Stiftung Graf L. Henckel von Donnersmarck und Dr. F. Vulpius

Sultan, Adolf Abraham (1861-1941)

Der Unternehmer Adolf Abraham Sultan, Vater der berühmten Pianistin Grete Sultan (1906-2005), und seine Familie wurden vom NS-Regime verfolgt und enteignet. Adolf Sultan starb kurz vor der geplanten Emigration in die Schweiz.

Mit der Büchersammlung von Dr. Georg Haar gelangte 1945 ein Band mit dem Exlibris von Adolf Sultan in den Bestand der Thüringischen Landesbibliothek. Es besteht ein Anfangsverdacht auf einen verfolgungsbedingten Entzug.

Die Biographie Rebellische Pianistin. Das Leben der Grete Sultan zwischen Berlin und New York von Moritz von Bredow widmet sich dem Leben von Grete Sultan und ihrer Familie.

Tieck, Ludwig (1773-1853)

Die Bibliothek des deutschen Dichters Ludwig Tieck wurde 1849 in Berlin versteigert. Einige der Bücher gelangten auch in den Besitz der heutigen Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Türck, Hermann (1856-1933)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Türck, Susanne (1905-1976)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Velden, Adolf von den (1853-1932)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Verein Frauenbildung-Frauenstudium, Abteilung Weimar

Der Verein schenkte nach Schließung seiner Bibliothek 1931 über 1.200 Titel der Thüringischen Landesbibliothek Weimar.

Von Stein-Kochberg

siehe unter Kulturgutentziehungen 1945-1990

Wedel, Oskar von (1835-1908) und Marie Witilo (1855-1913)

Weinberg, Carl von (1861-1943)

siehe unter Kulturgutentziehungen 1933-1945

Wintzingerode-Bodenstein

siehe unter Kulturgutentziehungen 1945-1990



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