Fritz Ohlhof

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Fritz Ohlhof (* 3. Dezember 1889 in Hamburg; † 18. Februar 1946 in Mainz) war ein sozialistischer Politiker und Gewerkschafter.

Provenienzmerkmal

Leben

Nach einer Lehre zum Handlungsgehilfen arbeitete Fritz Ohlhof von 1908 bis 1911 als kaufmännischer Angestellter bei der Konsumgenossenschaft in Hamburg. Von 1912 bis 1921 war er Angestellter der sozialdemokratischen Angestellten-Organisation und des Zentralverbandes der Angestellten (ZdA). Seit 1908 Mitglied der SPD wechselte Ohlhof 1917 zur USPD über und wurde 1920 Bezirkssekretär der Vereinigten Kommunistischen Partei (VKPD) Pommerns. 1921 wechselte er wieder zur SPD, wo er Mitglied der Pressekommission des SPD-Zentralorgans Vorwärts wurde. Von 1923 bis 1931 war er Redakteur der Volkszeitung in Mainz, wo er 1927 auch für die SPD in die Stadtverordnetenversammlung gewählt wurde. 1931 trat er der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) bei und wurde noch im selben Jahr für die SAP in den Landtag des Volksstaates Hessen gewählt. Bereits im März 1933 kam Ohlhof aus politischen Gründen für vier Wochen in "Schutzhaft". Da er aber auch weiterhin illegale Arbeit gegen das NS-Regime leistete, wurde er am 4. Mai 1936 wegen "Weiterführung der SAP in Frankfurt am Main und Mainz" festgenommen und am 7. Oktober 1936 zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Ende 1943 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert, aus dem er erst am 11. Mai 1945 befreit wurde. Zurück in Mainz saß er bis zu seinem Tod infolge eines Verkehrsunfalls am 18. Februar 1946 in der Redaktion des Neuen Mainzer Anzeigers.

Nachlass

Ein Teilnachlass Ohlhofs, welcher im Februar 1964 von der Bibliothek des Instituts für Marxismus-Leninismus dem Zentralen Parteiarchiv der SED übergeben wurde, befindet sich heute in der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR (SAPMO) im Bundesarchiv.[1]

Ermittelte Exemplare

Einzelnachweise

Weblinks

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