Fritz Moritz Warburg (Hamburg)

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Fritz Moritz Warburg war ein Bankier aus Hamburg, (* 12.03.1879 in Hamburg; † 13.10.1964 in Nezer Sereni/Israel).

Leben

Fritz Moritz Warburg ist der Bruder des bekannten Kunsthistorikers und Kulturwissenschaftlers Aby Warburg. Nach einem Jurastudium , einem Referendarexamen und der Promotion in Berlin, war er Teilhaber von M.M. Warburg & Co.
Von 1915 bis 1919 war Warburg Handelsbevollmächtigter des Deutschen Reiches für Schweden und Norwegen sowie Vorstandsmitglied und zeitweise Vorsitzender des Vereins der am Metallhandel beteiligten Firmen in Hamburg.
1908 heiratete er Anna Beata Warburg (1881-1966), 1910 wurde die erste Tochter Ingrid geboren, 1912 folgte die Tochter Eva und 1922 Charlotte Esther. Die Familie Warburg engagierte sich auch im sozialen Bereich. So war Fritz Moritz Warburg von 1933 bis 1938 Vorsitzender des Deutsch-Israelitischen Krankenhauses in Hamburg.
1938 wurde er für sieben Monate im Zuchthaus Fuhlsbüttel inhaftiert. Die Familie emigrierte daraufhin nach Schweden.

Provenienzmerkmal

Literatur

  • Chernow, Ron: Die Warburgs : Odyssee einer Familie, München 1996.
  • Farrer, David: The Warburgs : the story of a family, New York 1975, S.121-125.
  • Hering, Sabine (Hg.): Jüdische Wohlfahrt im Spiegel von Biographien, Frankfurt/Main 2006, S.428-435.
  • Kleßmann, Eckart: M. M. Warburg & Co. : 1798 - 1998; die Geschichte des Bankhauses, Hamburg 2004, S. 200.
  • Kopitzsch, Franklin: Hamburgische Biografie, Göttingen 2006, S.398-399.