Friedesine Helmer

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Friedesine Helmer (*1925) war eine deutsche Seelsorgerin. Sie verließ 1963 gemeinsam mit ihrem Ehemann Martin Helmer die DDR Richtung Westberlin.

Leben

Friedesine war die jüngere Tochter von Emmi Wenzel und Theodor Wenzel. Im September 1951 legte sie die erste theologische Prüfung ab, am 4. November 1951 heiratete sie den Pfarrer Martin Helmer, mit dem sie bis 1963 in Zeuthen lebte.

Bibliothek

Im Zuge des Forschungsprojekts zur Zentralstelle für wissenschaftliche Altbestände und NS-Raubgut nach 1945 konnten in den Zugangsbüchern der Deutschen Staatsbibliothek (DSB) aus dem Jahr 1964 etwas über 40 Exemplare moderner Literatur aus der Bibliothek ihres Ehemanns, Martin Helmer, identifiziert werden. 33 davon befinden sich heute noch im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin. Bei der autoptischen Überprüfung dieser Bände wurde in zwei der Namenszug „Friedesine Wenzel“ festgestellt. Die beiden ca. 1907 bzw. 1941 erschienenen Exemplare müssen Friedesine Helmer somit bereits vor ihrer Eheschließung mit Martin Helmer gehört und nach der Eheschließung Eingang in die dann gemeinsame Bibliothek der Eheleute gefunden haben.

Provenienzmerkmale

Exemplare in der SBB

Suche einer Provenienz im OPAC der Staatsbibliothek zu Berlin: Helmer+Friedesine

Literatur

Arnim, Hans von: Theodor Wenzel. Ein Leben christlicher Liebe in der Wende unserer Zeit. Berlin(-Friedenau), 1960.

Dehnel, Regine: Übernommen, weiterverteilt, zerstreut. Die Zentralstelle für wissenschaftliche Altbestände und NS-Raubgut nach 1945. Frankfurt am Main: Klostermann 2024 (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie; 126), S. 285–291.

Dehnel, Regine, Scheibe, Michaela: „Hinterlassene Bibliotheken“ nach „illegalem Abgang“. Vier Beispiele aus drei Jahrzehnten DDR-Geschichte. In: Enteignet, entzogen, verkauft. Zur Aufarbeitung der Kulturgutverluste in SBZ und DDR, herausgegeben von Mathias Deinert, Uwe Hartmann, Gilbert Lupfer, Berlin; Boston: De Gruyter, [2022], S. 112–122, hier S. 117–118.

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