Fürstensteiner Bibliothek

Aus ProvenienzWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Fürstensteiner Bibliothek oder Hochbergsche Majoratsbibliothek war die Bibliothek der reichsgräflichen Familie von Hochberg (seit 1847 Fürsten von Pleß), die bis 1943 auf dem Schloss Fürstenstein (bei Waldenburg in Schlesien, heute Zamek Książ, Polen) aufgestellt war. Bekannt ist die wertvolle Handschriftensammlung der Hochbergschen Majoratsbibliothek. Seit 1945 ist der Großteil der Sammlung verschollen.

Geschichte

Hans Heinrich XVII., 4. Fürst von Pless hielt sich seit 1932 in England auf, 1943 beschlagnahmte der NS-Staat faktisch das Schloss Fürstenstein (Eigentumsübertragung 1944) und es begannen umfangreiche Umbauarbeiten. Die Bibliothek wurde auf das Hochbergsche Schloss in Rohnstock verlagert. Seit Kriegsende gilt der Großteil der Bestände als verschollen, vermutlich z.T. in die Sowjetunion abtransportiert. Geringe Reste der einstmals über 1.300 Handschriften umfassenden Sammlung befinden sich heute in der Breslauer Universitätsbibliothek (29 Signaturen) und im Staatsarchiv Breslau (Archiwum Panstwowe w Wroclawiu) (140 Signaturen). Immer wieder tauchen Buchbestände dieser Provenienz im Antiquariatshandel auf.

Provenienzmerkmal

Ermittelte Exemplare

Literatur

  • Rudolf Lenz: Deutsches Kulturgut in polnischen Bibliotheken, in: Deutsche Geschichte und Kultur im heutigen Polen, hg. v. Jürgen Karp, Marburg 1997 (Tagungen zur Ostmitteleuropa-Forschung 2), S. 141-152.

Weblinks

GND-Normdaten