Deutsch-Israelitischer Gemeindebund. Bibliothek
Der Deutsch-Israelitische Gemeindebund (DIGB) war ein Dachverband der jüdischen Gemeinden Deutschlands und gilt als eine Vorläuferorganisation des heutigen Zentralrates der Juden in Deutschland; er diente dem "Austausch von Erfahrungen im Verwaltungswesen, namentlich aber zur Hebung des sozialen, wissenschaftlichen und ethischen Lebens" der deutschen Juden.[1] Der DIGB wurde am 29. Juli 1869 in Leipzig gegründet, verlegte jedoch 1882 aufgrund des sächsischen Vereinsgesetzes seinen Sitz nach Berlin. 1911 gehörten dem Bund 1012 Gemeinden an. Der DIGB unterhielt darüber hinaus eine Bibliothek mit etwa 5000 jüdisch-wissenschaftlichen Werken (Stand 1907).
Inhaltsverzeichnis
Provenienzmerkmal
Ermittelte Exemplare
Literatur
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 7. Leipzig 1907, S. 529-530.