Benny Mielziner (Braunschweig)

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Benny (Benjamin Jaakov) Mielziner (* 11. März 1853 Aalborg, Dänemark; † 25. Februar 1926 Braunschweig) war Kaufmann und Konkursverwalter.

Leben

Aus Aalborg (Königreich Dänemark) gebürtig, kam Benny Mielziner 1876 nach Braunschweig, wo er 1885 eingebürgert wurde. Von 1886 bis 1921 war Mielziner zunächst Repräsentant und später Vorsteher der Jüdischen Gemeinde. Die Familie Mielziner, bestehend aus Benny Mielziner, seiner Ehefrau Marie Therese, geb. Widmann (1853‒1940), und fünf Kindern, die das Erwachsenenalter erreichten, gehörte bis in die 1930er-Jahre zum angesehen Braunschweiger Großbürgertum. Während der NS-Zeit waren zahlreiche Mitglieder der Familie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft der Verfolgung durch das Regime ausgesetzt.

Benny Mielziner galt seinen Zeitgenossen als gebildeter Großbürger und insbesondere als ausgezeichneter Kenner der deutschen Klassik und der Werke Goethes. Es ist daher mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der bislang ausschließlich in Originalausgaben der Goethezeit aufgefundene Stempel seiner Privatsammlung zuzuordnen ist. Was nach Benny Mielziners Tod 1926 sowie nach dem Tod seines ebenfalls in Braunschweig wohnhaften Sohnes Bruno Mielziner (1882–1937) und der folgenden Emigration der Witwe Marie Therese Mielziner in die Niederlande mit der Bibliothek geschah, konnte bislang nicht ermittelt werden.

Provenienzmerkmale

Ermittelte Exemplare

Literatur

  • E.-A. Roloff, Benny Mielziner und seine Kinder. Schicksale einer braunschweigisch-niederländischen Familienbeziehung, in: F. Ehrhardt (Hg.), Beiträge zur Geschichte Braunschweigs im Nationalsozialismus, Bd. 1: Lebenswege unter Zwangsherrschaft, Braunschweig 2007, S. 19‒37.

Weblinks

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