August, Sachsen, Kurfürst

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August von Sachsen (* 31. Juli 1526 in Freiberg; † 11. Februar 1586 in Dresden) war von 1553 bis zu seinem Tod Kurfürst von Sachsen und stammte aus der albertinischen Linie des Hauses Wettin.

Privatbibliothek

Kurfürst August begann etwa 1556 mit dem systematischen Aufbau einer wissenschaftlichen Privatbibliothek. Seine Sammlungsschwerpunkte lagen auf theologischen und historischen Werken. Neben der kurfürstlichen Bibliothek gab es weitere kleinere Büchersammlungen in den Privaträumen des kurfürstlichen Paares. Eine Auswahl der Bücher ließ Kurfürst August einheitlich in Leder binden und mit seinem Wappen oder Initialen versehen. Als Hofbuchbinder gewann er 1566 Jakob Krause.

Bis 1574 war seine Bibliothek auf rund 1.700 Bände angewachsen, sodass der Kurfürst den handschriftlichen Katalog „Registratur der Bucher in des Churfursten zu Saxen liberey zur Annaburg 1574“ in Auftrag gab.[1]

Die Bibliothek war zeitweise im kurfürstlichen Jagdschloss Annaburg bei Torgau untergebracht und wurde nach dem Tod Augusts ins Residenzschloss nach Dresden verlegt. Die Bibliothek von Kurfürst August bildete später den Grundstock der Königlich Sächsischen Bibliothek (heute Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek Dresden).

Provenienzmerkmal

Ermittelte Exemplare

Literatur

  • Jens Bruning, „August“, in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. Online-Ausgabe (18.9.2020)

Weblinks

GND-Normdaten

Einzelnachweise

  1. Vgl. Der erste Katalog der kurfürstlichen Bibliothek, in: Ausstellung “Wissen ordnen”, SLUB Dresden 2010. Online