Alfred Piat

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Alfred Piat war Notar und ein bibliophiler Sammler (* 25. April 1826 in Paris; † 20. Mai 1896 in Paris).

Leben

Alfred Piat wurde geboren als Alfred Patissier, änderte jedoch nach dem Tod seines Vaters seinen Nachnamen und nahm den Geburtsname seiner Mutter an.
Bis 1874 war er in Paris als Notar tätig. Danach widmete er seine Zeit und sein Vermögen dem Sammeln von kostbarem Nippes, unauffindbaren Drucken, Gemälden und vor allem Büchern. Er war Gründungsmitglied der Société des Bibliophiles contemporains (1889), Gründungspräsident der Société des Cent bibliophiles (1895), Mitglied der Société de géographie und der Société de l'histoire de Paris et de l'Île-de-France.

Privatbibliothek

Bereits wenige Monate nach seinem Tod wurden rund 6.000 Bände aus seiner Bibliothek verkauft. Weitere 200.000 Drucke wurden vom 15. bis 19. Dezember 1896 in Losen veräußert. Der Rest seiner Bibliothek wurde in vier Auktionen veräußert. Im Bestand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek konnte bisher ein Band nachgewiesen werden.

Provenienzmerkmale

Es gibt mehrere Exlibris, die sich Piat selbst zusammengestellt und vom Medaillengraveur Moise Stern hatte stechen und auf verschiedene Papiere drucken lassen hat. Von diesem mit Sonett versehenen Exlibris gibt es noch zwei Varianten. Da sich im Sonett ein Fehler befand (im 11. Vers), wurde das Exlibris erneuert. Die unter dem Sonnet abgebildete Kulisse wurde mit zwei übereinander liegenden Büchern ersetzt. Eine weitere, kleinere Variante, auf dem das Sonett gänzlich fehlt, wurde für kleinformatige Bücher verwendet.
Ein weiteres Exlibris, was aber kaum verwendet wurde, wurde von den Graveuren Paul Vigna und Vigneron in Kupferstich und Farbe gestochen.

Ermittelte Exemplare

Suche im OPAC der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar

Literatur

GND-Normdaten



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