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Inhaltsverzeichnis

Königliche Bibliothek: Eigentumsstempel 1795-1840 und Aussonderungsstempel


Provenienz unbekannt


Bach, Anna Magdalena, 1701-1760

Dt. Sängerin, zweite Frau des Komponisten Johann Sebastian Bach

Boettcher, Richard, Dr. phil., gestorben 1909

Nachlass mit ca. 2.000 Bänden in der Königlichen Bibliothek zu Berlin

Causenius, Johann Conrad, 1601-1676

Dt. Jurist. Aus Friedberg in der Wetterau/Hessen; Respondent in Gießen und 1629 an der Univ. Basel. Advokat und Rechtsgelehrter. Hinterließ eine große Bibliothek, die sich zunächst ganz oder teilweise in der akademischen Bibliothek der 1817 aufgelösten Hohen Schule von Herborn befand. Vermutlich aus Herborn gelangten 1874/75 größere Bestände der Sammlung an die Preußische Staatsbibliothek Berlin


Celle, Kirchenministerialbibliothek

Der ältere Teil der Kirchenministerialbibliothek (Celle) wurde 1909 von der Königlichen Bibliothek zu Berlin und der Universitätsbibliothek Göttingen erworben. 1911/12 wurden 4628 bibliogr. Bände eingearbeitet, darunter 292 protestantische Kirchenordnungen hauptsächlich aus der Sammlung Christian Julius Bokelmann. Ein weiterer Schwerpunkt ist Reformationsliteratur aus der Sammlung Martin Ondermarcks

Delft, Instelling voor Onderwijs in de Taal-, Land- en Volkenkunde van Nederlandsch-Indië (Delft). Bibliotheek

Kolonialbibliothek der Stadt Delft. Die Bibliothek der Instelling voor Onderwijs in de Taal-, Land- en Volkenkunde van Nederlandsch-Indie (Delft) wurde 1904 von der Königlichen Bibliothek zu Berlin gekauft und 1909/1910 mit den separaten Zugangsnummern „Delft“ plus laufende Nummer eingearbeitet. Dabei auch Bestände des Indisch Leesmuseum Delft.

Diez, Heinrich Friedrich von, 1751-1717

Kanzleidirektor; Preuß. Diplomat und Orientalist, von 1774-1790 in Konstantinopel. Hinterließ der Königlichen Bibliothek zu Berlin testamentarisch seine Sammlung von ca. 17.000 Drucken und 856 Handschriftenbänden. (Wertvoller, systematisch aufgestellter Bestand; nur geringe Kriegsverluste.) Bände mit Etikett im hinteren Deckel "Bibliotheca Dieziana", Format und Nummer. Diez bewahrte seine Bücher liegend auf, der obere Buchschnitt war mit einem Kurztitel beschriftet

Fleischer, Heinrich Leberecht, 1801-1888

Dt. Orientalist,Professor in Leipzig


Fürstlich-Stolberg-Wernigerödische Bibliothek

Gegründet als Privatbibliothek des Grafen Wolf Ernst zu Stolberg (1546-1606), der mit geschätzten 4000 Bänden eine der größten Privatbibliotheken des 16. Jahrhunderts besessen haben könnte. Eine neue Blütezeit begann mit dem Regierungsantritt von Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1691-1771) im Jahre 1712. Ab 1746 "Öffentliche Bibliothek" für wissenschaftliche Interessenten. Im 19. Jahrhundert Erweiterung des Bestandes durch Ankauf der Bibliotheken des Archivars Christian Heinrich Delius (1841), die etwa 13.000 Bände umfasste, und des Bibliothekars Karl Zeisberg (1858) mit ca. 16.000 Bänden. Ab 1926 wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten Verkauf der wertvollsten Bestände. Am 1. August 1929 schloss die Bibliothek offiziell. Von 1930 bis 1933 Verkauf weiterer Bestände durch den Antiquar Martin Breslauer. 1933 Beendigung der Zusammenarbeit mit Breslauer und Wiedereröffnung der Bibliothek bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs. 1946 Abtransport der meisten Drucke nach Russland durch eine Trophäenkommission
1931-1934 erwarb die Preußische Staatsbibliothek antiquarisch hymnologische Werke und deutsche Volksliteratur. - Kennzeichnung durch hs. Zugangsnummern, eingeleitet mit "Wgde"

Zur Seite über die Bibliothek und ihre Sammlungen

Friedrich Wilhelm <Brandenburg, Kurfürst>, 1620-1688

Machte 1661 die Kurfürstliche Bibliothek öffentlich zugänglich: Gründung der heutigen Staatsbibliothek zu Berlin. Ließ die Bände mit einheitlichen Einbänden bzw. Buchrücken versehen: "Kurfürstenrücken" mit goldgeprägten Initialen FW sowie Kurzepter und Kurhut, rote Färbung der Buchdeckel

Preußische Könige und "Bücher der Könige"

Die Herrscher Brandenburg-Preußens wählten für die zu ihrer Zeit erworbenen Bücher der Königlichen Bibliothek häufig eine einheitliche Einbandgestaltung. - Daneben hatten die Könige eigene, private Büchersammlungen. 1862 wurde auf Anregung des Bibliothekars Charles Duvinages die "Königliche Hausbibliothek" gegründet, um diese Sammlungen zu vereinigen und zu bewahren. Ein großer Teil ist seit dem 2. Weltkrieg verschollen. (Quellen: Königliche Bücher : Bucheinbände des Hauses Hohenzollern, 1986; Handbuch der Historischen Buchbestände (Fabian-Handbuch), Stiftung Preußische Schlösser und Gärten)

Friedrich <Preußen, König, I.>, 1657-1713

Ab 1688 Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg; ab 1701 König Friedrich I. in Preußen.

Friedrich <Preußen, König, II.>, 1712-1786

Signa für die Standorte der eigenen Bibliotheken Friedrichs des Großen: V: "Vigne", das Schloß auf dem Weinberg, die älteste Benennung von Schloß Sanssouci; B: Berliner Stadtschloß; P: Potsdamer Stadtschloß; S: Neues Palais von Sanssouci. Die Potsdamer Sammlungen blieben im Wesentlichen erhalten, die Sammlungen aus Sanssouci befinden sich heute am ursprünglichen Standort, die Bände aus dem Potsdamer Stadtschloß im Schloß Charlottenburg zu Berlin. - Einbände mit dem preußischen Wappen oder den Initialen "FR" sind bei Bänden der Königlichen Bibliothek anzutreffen. (Quellen: Königliche Bücher : Bucheinbände des Hauses Hohenzollern, 1986; Handbuch der Historischen Buchbestände (Fabian-Handbuch))

Friedrich Wilhelm <Preußen, König, I.>, 1688-1740

Friedrich Wilhelm <Preußen, König, III.>, 1770-1840

Ein großer Teil seiner Bibliothek ging nach seinem Tod an die Königliche Bibliothek zu Berlin: Bücher 1844, Karten und Musikalien später (Quelle: Blunck, Jürgen: Daten zur Geschichte der Staatsbibliothek zu Berlin, in: Staatsbibliothek zu Berlin, Preussischer Kulturbesitz: Mitteilungen 1/2000)

Gérard, Bibliotheca Alsatica

Charles Gérard (1814-1877), Elsässischer Advokat am Kaiserlichen Gerichtshof zu Colmar.

Görtz-Wrisberg

Die Bibliothek des Juristen Rudolf Johann Freiherr von Wrisberg (1677-1764) mit 13.000 Bänden konnte 1906 von der Königlichen Bibliothek zu Berlin aus dem Nachlass des Grafen Plato von Görtz-Wrisberg auf Wrisbergholzen bei Hildesheim erworben werden. Wappenexlibris mit 2 Hirschen und einem Vogel. Hs. Zugangsnummern der Kgl. Bibliothek, eingeleitet mit "GW" oder "G.W."und z.T. dem Erwerbungsjahr "1906"

Guichard, Karl Theophil, 1724-1775

Deutscher Philologe und Kriegshistoriker, Flügeladjutant und Vertrauter Friedrichs des Großen
Die Bibliothek des Obersten Quintus Icilius, d.i. Charles Théophile Guichard, gelangte 1780 in die Königliche Bibliothek zu Berlin

Gymnasium Heiligenstadt

1575-1773: Jesuitenkolleg, 1774-1805: Kurfürstlich Emmericianisches Gymnasium, 1805-1840: Königliches (zeitweise Königlich Preussisches) Gymnasium, 1840-1918: Königlich-Katholisches Gymnasium
Die Königliche Bibliothek zu Berlin erwarb 1907 3.500 Bände vom Königlich-Katholischen Gymnasium Heiligenstadt. Fast alle stammen aus dem Bestand des Jesuitenkollegs. Sie wurden mit dem Eintrag "1907. Hlg" + lfd. Nummer akzessioniert

Königliche Bibliothek zu Erfurt

1908 wurde der Vertrag über die Übergabe (Verkauf) der Bibliothek von der Königlichen Regierung an die Stadt Erfurt unter der Bedingung abgeschlossen, die Sammlung " mit allen ihren Beständen dauernd zu erhalten und einzelne namentlich wertvolle Teile der übernommenen Bestände nicht zu veräussern". Zu den weiteren Festlegungen gehörte die Übergabe von 203 nicht-amplonianischen Hss., 645 Inkunabeln sowie ca. 5700 Drucken bis Erscheinungsjahr 1599 an die Königliche Bibliothek Berlin, erfaßt im " Accessionsjournal Erfurt 1909" der Königlichen Bibliothek Berlin. Kennzeichnung der Bände durch hs. Zugangsnummern, eingeleitet mit "Erf."

Königliches Domgymnasium Magdeburg

Königliches Domgymnasium Magdeburg. Bibliothek
Ca. 2.500 Bd. aus den älteren Beständen gelangten 1912 in die Königliche Bibliothek zu Berlin. Diese kennzeichnete die Bände mit "Mgb" und laufenden Zugangsnummern

Joachimsthalsches Gymnasium

Die umfangreiche Bibliothek der Fürstenschule Königliches Joachimsthalsches Gymnasium erhielt im Laufe der Zeit bedeutende Nachlässe u.a. aus der Bibliothek der Prinzessin Amalie von Preußen (1723-1787), aus der Bibliothek des Juristen und Historikers Johann Carl Conrad Oelrichs(1722-1798), aus der Musikalien- und Büchersammlung des preußischen Justizministers Friedrich Wilhelm von Thulemeier (1735-1811), aus dem Besitz des Berliner Publizisten und Bibliothekars Samuel Heinrich Spiker (1786-1858), aus der Bibliothek des Historikers und Juristen Rudolf Koepke (1813-1870) und anderer. Diese Sammlungen hatten zumeist eigene Besitzvermerke oder wurden mit eigenen Stempeln/Kennzeichen versehen. 1935 besaß die Bibliothek ca. 45.000 Druckschriften, ca. 48.000 Universitäts- und Schulschriften, zahlreichen Musikalien, Karten, Handschriften, Urkunden und 18 Inkunabeln und war damit die größte Schulbibliothek im deutschsprachigen Raum.

Lieberkühn

Eine eindeutige Zuordnung der Büchersammlung war bisher nicht möglich. Wahrscheinlich handelt es sich überwiegend um die Bibliothek des Pädagogen Philipp Julius Lieberkühn (1754-1788), evtl. teilweise auch um die des Mediziners Johann Nathanael Lieberkühn (1711-1756), der auch Theologie studiert und eine anatomische Präparate-Sammlung angelegt hatte. Ein runder Stempel mit den Initialen CLL dürfte von dem Juristen Christian Ludwig Lieberkühn (1750-), Sohn Johann Nathanels, stammen. Bücher aus der Sammlung in der Königlichen Bibliothek zu Berlin tragen den ältesten, 1795-1840 dort verwendeten Stempel. - Stempel und Etiketten "Lieberkühnii" und "E Collectione Lieberkühniana" dürften von den Sammlern selbst stammen

Mejan, Etienne de, 1766-1846

1847 erwarb der preußische König Friedrich Wilhelm IV. für 64.000 Taler die Bibliothek des Publizisten und Diplomaten Comte de Mejan und überließ sie der Königlichen Bibliothek zu Berlin

Meusebach, Karl Hartwig Gregor von, 1781-1847

Die Bibliothek des Juristen Freiherr Karl Hartwig Gregor von Meusebach wurde 1850 mit Unterstützung König Friedrich Wilhelms IV. an die Königliche Bibliothek zu Berlin verkauft (ca. 25.000 Werke in 36.000 Bd.) Etiketten der zur Kennzeichnung der Sammlung: Bibliotheca Regia Berolinensis. Dono Friderici Wilhelmi IV. Regis Augustissimi D. V. Nov. MDCCCL. Ex Bibliotheca B.M. Kar. Hartw. (Karoli Hartwici) Gregorii De Meusebach

Nagler, Carl Ferdinand Friedrich von, 1770-1846

Carl Ferdinand Friedrich von Nagler (1770-1846), preußischer Generalpostmeister und Kunstsammler

Pinner, Ephraim Moses, 1800-1803

Ephraim Moses Pinner, Talmudist, geboren 1800 oder 1803 in Pinne (Posen), gestorben 1880 in Berlin.
Seine mehr als 3000 Bände umfassende Bibliothek wurde 1882 von der Königlichen Bibliothek zu Berlin angekauft. Es wurde ein separates Akzessionsjournal angelegt, Zugangsnummmern "Pinner" plus laufende Nummer.

Savigny, Friedrich Carl von, 1779-1861

Dt. Jurist. Überließ nach 1848 einen kleinen, wertvollen Teil seiner Privatsammlung der Königlichen Bibliothek zu Berlin

Schaum, Hermann Rudolf, 1819-1865

Die entomologische Sammlung des Prof. Hermann Rudolf Schaum "Bibliotheca Schaumiana" gelangte als testamentarisches Legat an die Königliche Bibliothek zu Berlin.

Schleiermacher, Friedrich, 1768-1834

Dt. evangelischer Theologe

Schleiermachers Privatbibliothek wurde nach seinem Tod versteigert


Schmid, Ernst Gottlieb, 1727-1814

Lutherischer Prediger zu Berlin, ab 1779 Pastor am Friedrichshospital

Überließ 1803 der Königlichen Bibliothek zu Berlin zahlreiche Bücher

Spanheim, Ezechiel, 1629-1710

Freiherr; preuß. Diplomat, Politiker und Gelehrter

Fürstlich Starhembergsche Bibliothek

6.158 Bände, vor allem Inkunabeln und Frühdrucke, aus dem Besitz der österreichischen Familie Starhemberg auf Schloß Eferding in Österreich wurden 1889 mit Unterstützung von Kaiser Wilhelm II. von der Königlichen Bibliothek zu Berlin erworben. Die Bände wurden mit einem Etikett gekennzeichnet, darauf eine hs. Exemplarnummer eingetragen. Weitere Teile der Familienbibliothek wurden später veräußert, so 1956 auf einer Auktion des Hauses Venator & Hanstein

Uelzen, Ministerial-Bibliothek

Im Akzessionsjournal der Königlichen Bibliothek zu Berlin von 1896 (2. und 14./15. Dezember) ist die Ministerial-Bibliothek Uelzen als Lieferant angegeben für die Zugangsnummern 1896.5764-1896.5968 und 1896.6248-1896.7199.

Bibliothek Varnhagen

Sammlung aus dem Besitz des Diplomaten und Publizisten Karl August Varnhagen von Ense (1785–1858) und seiner Frau Rahel Varnhagen von Ense, geborene Levin (1771–1833). Sie wurde der Königlichen Bibliothek von der Nichte Karl Augusts, Ludmilla Assing, 1880 gestiftet und umfasst heute ca. 2.000 Bände


Weisstein, Gotthilf, 1852-1907

Berliner Schriftsteller und Bibliophiler, Redakteur, Theaterhistoriker, Journalist